Im Jahr 2020 werden Menschen, Prozesse, Dinge und Informationen durch rund 50 Milliarden Geräte und eine Billion Sensoren verbunden sein. Basis dafür sind neben der Vernetzung von Dingen leistungsfähige Cloudplattformen für die Speicherung, automatisiertes Cloudmanagement, Plattformen für Business Intelligence zur Auswertung von Big Data und neue Business-­Modelle. Hier ein paar Beispiele, was heute schon möglich ist:

Die smarte Cloud für die Landwirtschaft: 
Eine Datenbank liefert Wetterdaten und Erkenntnisse über deren Einfluss auf Ernteerträge. Sensoren messen die Bedingungen (ph-Wert des Bodens, Luft- oder Bodenfeuchtigkeit), Feldkameras liefern Bilder (z. B. Schädlinge). Alle Daten werden in der Cloud erfasst, ausgewertet und einem Landwirtschafts-Administrator zur Verfügung gestellt. Der kann mit dieser Datenbasis Entscheidungen treffen – zur Bewässerung, Schädlingsbekämpfung oder zum Erntezeitpunkt. -Arbeits- und Energieaufwände können gesenkt, die Erträge um bis zu 200 Prozent gesteigert werden. 

Die smarte Cloud für die Energiewirtschaft: 
Mit Smart Grids lässt sich die Zuverlässigkeit der Stromversorgung verbessern, die Einführung erneuer-barer Energien fördern und der Energie-verbrauch optimieren. Ein Beispiel hierfür sind Ad-hoc-Netzwerktechnologien, die bei Bedarf -automatisch autonome Netze konfigurieren. So -lassen sich Probleme bei der Verknüpfung von Stromverbrauchern eliminieren. Smart Metering, also das digitale Erfassen und Steuern von Ressourcenverbrauch und -zufuhr, wird auf Basis der in der Cloud verarbeiteten Daten über Applikationen gesteuert. 

Die smarte Cloud für den Strassenverkehr: 
Mit Sensorik bei allen Verkehrsteilnehmern werden Daten in der Cloud gesammelt. Hinzu kommen GPS-Daten oder sonstige Informationen der Verkehrs-überwachung (wie aus Kameras). Diese Art von Big Data wird mit Methoden der Künstlichen Intelligenz und von Predictive Analytics ausgewertet und den Teilnehmern am Strassenverkehr wieder zugespielt – bzw. den dort eingesetzten Dingen. Der Verkehr lässt sich einfach und ohne Staus regeln, Unfälle werden vorausschauend vermieden, Parkplätze automatisch zugewiesen. Weltweit gibt es bereits verschiedene Ansätze und Versuche dieser Art. In Tokio wird so der Taxi-Betrieb reguliert.