Homeoffice bedeutet nichts anderes, als von zu Hause aus zu arbeiten. Was früher undenkbar war, ist derzeit bei vielen ­Unternehmen sehr gefragt.

Selbstverständlich funktioniert Homeoffice nicht in jedem Beruf. Wenn Sie in der Gesundheitsbranche, etwa als Arzt, Krankenschwester oder Zahnarzt, arbeiten, ist Homeoffice gar nicht möglich. Arbeiten Sie hingegen in einem Büro, können Sie sich in den meisten Fällen auch zu Hause einen Arbeitsplatz einrichten. Voraussetzung ist eine gute Internetverbindung sowie eine entsprechende -Infrastruktur, beispielsweise ein Laptop oder ein Computer mit Monitor und Dockingstation etc.

Die Vorteile des Homeoffice sind offensichtlich: Sie sparen sich den Arbeitsweg im Stau oder im überfüllten Zug, Sie sind flexibler, was Arbeits-beginn und Feierabend anbelangt, und Sie bringen alles besser unter einen Hut, wenn Sie mit der -Familie zusammen-wohnen. Somit ist es also nicht erstaunlich, dass Homeoffice heutzutage so -beliebt ist. 

Wegen der Corona-Krise mussten die meisten -Unternehmen Homeoffice einführen. Die Umstellung war für alle nicht einfach, doch die Menschen gewöhnten sich daran – sie mussten sich daran -gewöhnen, weil es für viele ja keine andere Option gab. Beim Homeoffice ist allerdings eine erhebliche Selbstdisziplin der Mitarbeitenden notwendig. Es muss allen bewusst sein, dass die Arbeit trotzdem in gleicher Weise erledigt werden muss – recht-zeitig und fehlerlos. Voraussetzung ist zudem, dass jeder Arbeitgeber seinen Angestellten vertraut, sonst funktioniert Homeoffice nicht.

Natürlich sind auch einige Nachteile des Home-office bekannt: Sie lassen sich leicht vom privaten Umfeld ablenken, die Nähe zu Ihren Kollegen und Kolleginnen fehlt Ihnen, Sie fühlen sich oft einsam. Doch diese Nachteile lassen sich mit geeigneten Massnahmen lindern.

Damit es auch bei Ihnen im Homeoffice reibungslos klappt, haben wir im Folgenden ein paar Verhaltensregeln zusammengestellt.

Dos

  • Dress for Success: Auch wenn Sie den ganzen Arbeitstag zu Hause verbringen, sollten Sie die üblichen Angewohnheiten beibehalten. Die morgendliche Routine bereitet Sie auf den bevorstehenden Arbeitstag im Homeoffice vor. Es erscheint zwar sehr verlockend, die Arbeit bequem im Pyjama oder in der Jogginghose zu verrichten, doch diese Kleidung trägt nicht zu einer guten Arbeitshaltung bei. Tun Sie so, als würden Sie tatsächlich ins Büro gehen und ziehen Sie sich auch dementsprechend an. So kommen Sie in «Officestimmung».
     
  • Pausen: Auch im Büro braucht jeder und jede mal eine Pause, im Homeoffice muss dasselbe gelten. Gehen Sie eine Runde spazieren oder lüften Sie Ihre Wohnung durch – danach können Sie sich wieder vollumfänglich auf die Arbeit konzentrieren.
     
  • Kollegen und Kolleginnen einbeziehen: Statt nur E-Mails hin und her zu senden, rufen Sie Ihre Kollegen und Kolleginnen mal an oder organisieren Sie einen Video Call oder ein virtuelles Team-Meeting. Diesen Kontakt untereinander brauchen alle, und er kann auch Ihre Stimmung aufheitern. Sich gegenseitig zu motivieren, ist sehr wichtig!
     
  • Professionelles Umfeld: Es ist egal, ob Sie bei Ihnen zu Hause in einem eingerichteten Büro oder am Küchentisch arbeiten – wichtig dagegen ist, dass Sie einen fixen Platz bestimmen und nicht mal hier und mal da arbeiten. Zudem muss der Arbeitsplatz auch zu Hause stets aufgeräumt und strukturiert sein. So lässt sich produktiver daran arbeiten! 
     
  • Ergonomie: Die richtige Ausstattung ist wichtig. Ein komfortabler Stuhl ist essenziell – nicht nur für die Arbeit, sondern auch für Ihre Gesundheit. Sparen Sie des Weiteren nicht an der Beleuchtung, denn mit einer angemessenen Beleuchtung verhindern Sie Kopf- und Augenschmerzen.
     
  • Agenda: Erstellen Sie eine strukturierte Agenda. Dabei ist es wichtig, dass alle Aufgaben und deren Deadlines ersichtlich sind. 
     
  • Erreichbarkeit: Stellen Sie sicher, dass Sie auch während des Homeoffice für Ihren Chef, Ihre Kunden und Kollegen erreichbar sind. Wenn möglich sollten Sie sich zu Hause den Arbeitsplatz so einrichten, dass Sie ungestört Telefonkonferenzen abhalten können.

Don’ts

  • Unregelmässige Arbeitszeiten: Da Sie zu Hause bereits am Arbeitsort sind, haben Sie mehr Zeit zur Verfügung. Deshalb spricht nichts dagegen, den Wecker etwas später zu stellen. Doch bei aller Flexibilität, die Homeoffice mit sich bringt, sollten Sie trotzdem feste Zeiten für die Arbeit, die Pausen und den Feierabend einplanen. Wenn Sie dies nicht tun, gerät Ihre Work-Life-Balance aus dem Gleichgewicht.
     
  • Unordentlich werden: Bevor Sie mit der Arbeit beginnen, sollten Sie Ordnung am Arbeitsplatz schaffen. Denn Unordnung führt zu einem erhöhten Stresspegel – eine aufgeräumte und saubere Umgebung ist einem konzentrierten Arbeiten förderlich. So können Sie sich auf das Wesentliche fokussieren. 
     
  • Fokus auf Haushalt: Während der Arbeitszeit die Wäsche zu machen oder aufzuräumen, ist keine gute Idee. Im Homeoffice sind Fokussierung und Konzentration der Schlüssel zum Erfolg.
     
  • Persönliche Telefongespräche: Alles, was nicht mit der Arbeit zu tun hat, sollte während Ihrer Arbeitszeit soweit es geht vermieden werden. Was Sie in den Pausen tun, ist natürlich Ihnen überlassen.
     
  • Arbeiten im Wohnzimmer: Der Arbeit sollten Sie wie bereits erwähnt im eigenen Bürozimmer oder am dafür eingerichteten Platz am Küchentisch nachgehen. Im Wohnzimmer zu arbeiten, ist nicht empfehlenswert, da Sie dort leicht vom Fernseher und von anderen Dingen abgelenkt werden. 
     
  • Aufgaben aufschieben: Da die Gefahr der Ablenkung im Homeoffice wesentlich höher als im Büro ist, sollten Sie sich trotzdem soweit möglich an den vorgesehenen Zeitplan halten.