Swisscom will bis Ende 2019 die ganze Schweiz mit 5G versorgen. Aktuell ist 5G von Swisscom in 43 Orten bereits verfügbar*. Bei Sunrise sind es bereits 153 Orte*. Das allererste 5G-Gerät kommt jedoch von Swisscom auf den Markt und stammt vom Hersteller Oppo, weitere Marken wie LG (ab Mai), Samsung (ab Juli) und Huawei (3. Quartal) folgen.

Wie Sie sehen können, geht es 2019 in Sachen 5G Schlag auf Schlag. Aktueller Fokus liegt im Auf- und Ausbau vom bestehenden Mobilfunknetz. ­Dabei setzten die drei Mobilfunkanbieter Swisscom, Sunrise und Salt auf unterschiedliche ­Partner. Während Swisscom mit Ericsson zu­sammenarbeitet, setzten Sunrise auf Huawei und Salt auf Nokia als Partner.

Mit 5G an der Türschwelle nehmen auch die ­Diskussionen um diese neue Technologie zu und sind ein mix zwischen «Brauchen wir das überhaupt?», «5G wird uns alle das Gehirn ­verbrutzeln!» und «Wow, endlich geht es los, die Möglichkeiten sind unendlich.» Ganz egal zu ­welcher Gruppe Sie gehören. Gratuliere! Wir werden es alle er- und überleben. Aber darum geht es mir in diesem Artikel gar nicht. Es gibt ­genug Experten und «Experten», die für jedes ­Argument mal mehr mal weniger schlüssige Antworten haben. Kein Grund für mich, meinen Hut auch noch in diesen Ring zu werfen. Mir geht es in diesem Artikel vor allem darum zu beschreiben, warum 5G nicht einfach nur eine Evolution von 4G ist sondern eine Revolution in der drahtlosen ­Datenübermittlung darstellt.

*Stand 23. April 2019

5G ist eine REVOLUTION.

Und wir sind führend! Neben den USA, Südkorea und China sind wir eins der ersten Länder in denen 5G lanciert wird. Wenn man sich die Geschwindigkeit unserer Telcos ansieht, dann könnte es sogar sein, dass wir das erste Land Weltweit sein werden wo 5G im ganzen Land verfügbar ist. Switzerland #1!!

In der Vergangenheit wurde das Netz weiterentwickelt um vor allem ein Bedürfnis gerecht zu werden – schnellere Übertragung von mehr Daten. 5G hingegen bietet nicht nur eine massiv schnellere Datenübertragung an sondern auch eine extrem hohe Zuverlässigkeit resp. tiefe Latenzzeit und die Möglichkeit zur Massenkonnektivität (IOT). Das Zauberwort heisst Netzwork-Slicing. Sprich, jede Anwendung nutzt innerhalb vom 5G Netzwerk nur das, was es effektiv benötigt. Dadurch werden neue Technologien wie Selbstfahrende Autos erst überhaupt möglich.

Wie bereits erwähnt, lässt sich 5G in drei grosse Bereiche einteilen:

  1. Enhanced Mobile Broadband (eMBB) kann als direkter Nachfolger von 4G betrachtet werden. EMBB- Dienste, die hohe Datenraten und Kapazitäten erfordern, werden Nutzerdatenraten von 1 bis 10 Gbit/s erreichen, in Einzelfällen und späteren Ausbaustufen auch bis zu 100 Gbit/s. Ausschlaggebend für die Verfügbarkeit dieser Dienste sind der Ausbaustand der Netze und die verwendeten Frequenzen. Dadurch wird z. B. Highspeed- Download möglich oder der Einsatz für Augmented Reality oder Virtual-Reality Applikationen.
  2. Ultra-reliable and lowlatency communications (URLLC) eignet sich besonders für industrielle Anwendungen, die eine zuverlässige Anbindung an das Netz in absoluter Echtzeit erfordern. Dies stellen die Partner des 5G:haus mit einem Network Slice zur Verfügung, der eine Latenz von weniger als einer Millisekunde besitzt – das ist Weltrekord. Sie zeigen, wie URLLC in einem 5G-System für taktile Internetanwendungen, z.B. bei Industrierobotern oder selbstfahrenden Autos, eingesetzt werden kann. Für eine optimale Abdeckung kommt dabei das 2,6-GHz-Spektrum zum Einsatz.
  3. Massive machine-type communications (mMTC) ist von sehr niedrigen Kosten je Endgerät und sehr hohen Batterielebensdauern bei hoher Flächenverfügbarkeit z. B. im Bereich von Sensoren geprägt, kommt dafür aber mit geringen bis sehr geringen Datenraten und sehr langen Latenzzeiten aus. Zusätzlich lassen sich so Milliarden von Geräten verbinden ohne dadurch das Netzwerk zu überlasten. mMTC wurde bereits als Teil vom 3GPP Standard entwickelt ist somit Teil von bestehenden LPWA Technologien wie LoRaWAN und NB-IoT.